Bartholdi, Champollion und die Sphinx – öffentliche Denkmäler in der Debatte
Tauchen Sie vom 11. April bis zum 19. Juli 2026 in die faszinierende Geschichte der öffentlichen Denkmäler durch eine noch nie dagewesene Ausstellung im Musée Camille Claudel ein. Zwischen der Faszination für das alte Ägypten und zeitgenössischen Fragen zum kollektiven Gedächtnis lädt Sie dieser Rundgang dazu ein, zwei wichtige Figuren der französischen Bildhauerei wiederzuentdecken: Auguste Bartholdi und Camille Claudel.
Der erste Teil, der dank der Partnerschaft mit dem Bartholdi-Museum in Colmar präsentiert wird, ist ganz dem Denkmal für den berühmten Ägyptologen Champollion gewidmet. Sie werden eine reiche Auswahl an vorbereitenden Zeichnungen, Modellen, Archiven und Werken sehen, die die Entstehung des Denkmals nachvollziehen. Die Ausstellung beleuchtet Bartholdis Faszination für das alte Ägypten, den historischen und politischen Kontext des Projekts sowie die ästhetischen und symbolischen Debatten, die es von seiner Planung bis zu seiner Aufstellung am Collège de France ausgelöst hat.
Der zweite Teil ist in den permanenten Rundgang des Camille-Claudel-Museums integriert. Er enthüllt zwei Projekte für öffentliche Denkmäler, die Claudels Karriere geprägt oder verfehlt haben: die Büste der Republik, die in seiner Heimatstadt Fère-en-Tardenois nie verwirklicht wurde, und das Monument für Blanqui, ein Auftrag, den der Künstler in einer von Krankheit geprägten Zeit ablehnte. Dieser Rundgang bietet einen sensiblen Dialog zwischen Claudels Werken, externen Leihgaben und Archivdokumenten, um die « Statuophilie » zu erforschen – die Leidenschaft für Statuen und öffentliche Denkmäler, die das Frankreich der Dritten Republik kennzeichnete.
Im Laufe des Besuchs werden Werke, Fotografien, Texte und historische Dokumente miteinander verwoben, um die lebendige Rolle von Denkmälern in unserer Gesellschaft zu hinterfragen. Als Instrumente der Erinnerung, des Stolzes oder des Protests spiegeln sie die Werte einer Epoche wider und nähren gleichzeitig die heutigen Debatten über unser Verhältnis zum öffentlichen Raum.
Ein spannender Besuch, um die Stellung der Denkmäler in unseren Städten zwischen Stolz, Vergessen und Erneuerung besser zu verstehen.
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Durchschnittliche Dauer 1 Stunde
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Sprachen Französisch, Deutsch, Englisch
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Schwierigkeit: Für alle geeignet
Vom 11.04.2026 bis zum 19.07.2026
Voller Tarif: 10 €.
Ermäßigter Tarif: 6 €.
Freier Eintritt: am 1. Sonntag des Monats für Einzelpersonen und jeden Tag für Studenten und Jugendliche unter 26 Jahren, wissenschaftliches Museumspersonal, Inhaber des Bildungspasses, eines ICOM-, Presse- oder Kulturministeriumsausweises, Arbeitssuchende, Empfänger des RSA oder des Mindestaltersgeldes, Kriegsbeschädigte und ihre Begleiter, Besucher mit Behinderungen und ihre Begleiter.
- Zugang zur Ausstellung
Vom 11. April bis zum 19. Juli 2026
Dienstag bis Sonntag, 10:00 bis 18:00 Uhr
- Ein doppeltes Eintauchen in Geschichte und Kunst
- Seltene Archive und Werke
- Eine zeitgenössische Reflexion über das Gedächtnis und den öffentlichen Raum
MUSEE CAMILLE CLAUDEL
Camille Claudel lebte in Nogent-sur-Seine, als sie noch im Teenageralter ihre Berufung zur Künstlerin bekräftigte.
Dort lernte sie den Bildhauer Alfred Boucher kennen, der ihre außergewöhnliche Veranlagung erkannte und sie bei ihrer Ausbildung in Nogent-sur-Seine und später in Paris beriet.
Heute bildet das Haus, in dem sie lebte, einen Flügel des großen Gebäudes, in dem das Museum untergebracht ist.
45 Werke von Camille Claudel geben einen Einblick in alle Etappen und Facetten ihrer künstlerischen Laufbahn. Sie folgen auf ein Ensemble von 150 Skulpturen, die das reiche Schaffen ihrer Zeit repräsentieren, von Alfred Boucher über Paul Dubois und Antoine Bourdelle bis hin zu Auguste Rodin.
Diese Perspektive zeigt, in welchem Maße Camille Claudel sich in ihre Zeit einfügt, sich aber auch auf eine zutiefst originelle Weise von ihr abhebt.
Das ganze Jahr über gibt es ein reichhaltiges Programm an Sonderausstellungen, Vorträgen, Veranstaltungen, Führungen und Modellier-Workshops für Familien und junges Publikum.
10400 Nogent-sur-Seine
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Tourisme et Handicap