Wochenende an der Mosel: zwischen Weinbergen und Natur
Lust auf einen Wochenendausflug? Wir nehmen Sie mit an die Mosel – zu einem Kurzurlaub zwischen Natur und Weinbergen. Drei bereichernde Tage, um einen Gang herunterzuschalten und sich Zeit zu nehmen, eine grüne und überraschende Region zu entdecken.
TAG 1 – 10:00 Uhr
Bummel durch Vic-sur-Seille und kultureller Zwischenstopp im Musée Georges de La Tour
Wir beginnen den Tag mit einem Bummel durch das Ortszentrum von Vic-sur-Seille und über den Hauptplatz, wo die ruhige und authentische Atmosphäre dazu einlädt, das Tempo zu drosseln. Die kleinen Gassen und die historischen Fassaden schaffen eine friedliche Stimmung in diesem Dorf, das als „Petite Cité de Caractère“ (charakteristisches Städtchen) ausgezeichnet wurde.
Anschließend begeben wir uns zum Musée Georges de La Tour, das dem berühmten, in dieser Gemeinde geborenen Maler und Meister des Chiaroscuro gewidmet ist. Das Museum bietet einen faszinierenden Einblick in das künstlerische und spirituelle Universum dieses Künstlers, der für seine intimen Szenen und sein Lichtspiel von seltener Tiefe bekannt ist. Im Inneren tauchen das Licht und die Kunstwerke in eine besondere, fast zeitlose Atmosphäre ein. Eine kulturelle Auszeit, die sich ganz natürlich in die Erkundung des Dorfes einfügt.
14:00 Uhr
Eintauchen in die Weinberge der Mosel
Auf geht’s zum Weingut Rémi Gauthier in Vic-sur-Seille, wo unser Weintourismus-Erlebnis mit der Besichtigung der Keller beginnt. Wir werden von Rémi und seiner Partnerin Mathilde empfangen, die das Weingut gemeinsam leiten. Der Empfang ist sehr herzlich und gibt sofort den Ton für den Besuch vor. Sie erzählen uns die Geschichte dieses Familienweinguts, das sich seit Jahren dafür einsetzt, die Mosel-Weinberge wieder zum Leben zu erwecken. Wir unterhalten uns über ihre Arbeit im Weinkeller und insbesondere über die Weinbereitung. Da sich ihre Weinberge auf verschiedene Parzellen und insbesondere entlang der Mosel verteilen, haben sie das Glück, eine schöne Auswahl des Mosel-Terroirs anbieten zu können.
Nach dem Besuch im Weinkeller setzen wir unseren Austausch im Weinberg fort, der nur fünf Minuten vom Weingut entfernt liegt, um dort eine Weinprobe zu genießen. Rémi erklärt uns die Arbeit im Weinberg, insbesondere die Auswahl der Rebsorten, die je nach Terroir gepflanzt werden, aber auch ihren verantwortungsvollen und lebensfreundlichen Ansatz durch den biodynamischen Anbau. Bei der Verkostung führt er uns durch die Weine und vermittelt uns ein Verständnis für ihre philosophischen Grundsätze. Wir sind überrascht von der Leichtigkeit und Frische ihrer Cuvées. Es ist ein einzigartiger, herzlicher und sehr lehrreicher Moment des Austauschs.
18:00 Uhr
Entdeckung der Tiny Houses von Salinensis bei Sonnenuntergang
Am Ende des Tages machen wir es uns im Tiny House „Cuesta“ gemütlich. Es liegt in ländlicher Umgebung, nur 5 Autominuten vom Anwesen entfernt. Genau wie bei ihrem Anwesen wollten Mathilde und Rémy umweltfreundliche Lebensräume schaffen, die Einfachheit, Authentizität, Wohlbefinden und Selbstständigkeit vereinen. Mit Blick auf das Seille-Tal genießen wir den Sonnenuntergang bei einem Aperitif im Kreis von Freunden. Die Sonne sinkt sanft über die idyllische Landschaft, und in diesem Moment geht es einfach nur darum, zu genießen, zu schauen und zuzuhören.
TAG 2 – 09:00 Uhr
Ein ungewöhnlicher Ausflug mit dem Vélorail mitten in der Natur
Der Vormittag beginnt mit der Entdeckung des Vélorails im Spin-Tal, das auf einer ehemaligen Eisenbahnstrecke, der alten Salzbahn, verläuft. Diese originelle Aktivität ermöglicht es, die Gegend auf eine andere Art und Weise zu erkunden und dabei Spaß zu haben. Wir nehmen im Vélorail Platz, orientieren uns kurz und schon geben die ersten Pedalschläge den Rhythmus vor.
Diese idyllische Tour führt uns durch abwechslungsreiche Landschaften, von landwirtschaftlichen Ebenen bis hin zur Kühle schattiger Wälder.
Es stehen zwei Routen zur Auswahl: 14 km (2 Std.) oder 24,5 km (4 Std.), wobei letztere bis zum historischen Guebling-Tunnel führt. Die Tour findet im Konvoi statt, vorzugsweise nach vorheriger Reservierung, und das Velorail kann mit einer elektrischen Tretunterstützung ausgestattet werden.
13:00 Uhr
Mittagessen in einem typischen Restaurant
Anschließend machen wir uns auf den Weg zum „Bistrot des Oiseaux“, einem Restaurant der „Maison du Pays des étangs“ in Tarquimpol, das etwa zehn Minuten entfernt liegt. Dort erwartet uns eine herrliche kulinarische Pause in einer grünen Umgebung nahe dem Étang de Lindre.
Im Innenbereich herrscht eine gemütliche Atmosphäre mit gepflegter Einrichtung und einem schönen Blick auf den Teich. Auf dem Teller stehen regionale Produkte im Mittelpunkt, die in raffinierten und reichhaltigen Gerichten serviert werden; dabei wird Wert auf kurze Lieferketten gelegt. Wir genießen einen Parmentier mit zart zerpflücktem Rindfleisch, der sich zart auf der Zunge zergeht und von einer würzigen Soße begleitet wird. Eine gelungene Auszeit, die Gastronomie und Natur vereint.
14:30 Uhr
Naturpause auf dem Anwesen von Lindre
Nach dem Mittagessen geht es weiter zur Domaine de Lindre am Ufer des Teiches. Der Ort lädt zu Spaziergängen und zur Entspannung ein, mit Landschaften, die sich bis zum Horizont erstrecken. Der Teich ist ein Zentrum für Fischzucht und den Schutz von Fauna und Flora und beherbergt eine große Vielfalt an Fischen. Wir spazieren am Ufer entlang, um die grüne Umgebung zu genießen. Eine große Schaukel mit Blick auf den See lädt zum Nachdenken ein. Es ist ein idealer Ort, um zur Ruhe zu kommen und neue Energie zu tanken. In zwei Hütten in der Nähe stehen Bücher und touristische Informationsmaterialien zur Verfügung.
17:30 Uhr
Treffen im Herzen des Weinbergs der Domaine Les Béliers
Der Tag endet an den Hängen der Mosel, auf dem Weingut „Domaine Les Béliers“ in Ancy-sur-Moselle. Bei unserer Ankunft empfängt uns Eve Maurice, die Besitzerin des Weinguts, zu einer Führung und einer Weinprobe. Die Weinberge umgeben das Anwesen, die Parzellen erstrecken sich direkt vor uns – ein faszinierender Anblick.
Im Laufe des Rundgangs erklärt uns Eve die verschiedenen Schritte der Weinproduktion und die Arbeit, die das ganze Jahr über erforderlich ist. Bei der Verkostung steht anschließend eine der emblematischen Rebsorten des Mosel-Weinbaugebiets im Mittelpunkt: der Müller-Thurgau. Das Weingut bietet außerdem zwei Gästezimmer im Herzen des Weinbergs an, in denen wir übernachten werden.
Tag 3 – 10:00 Uhr
Letzte Momente inmitten der Weinberge
Beim Aufwachen präsentiert sich die Domaine des Béliers in einem ganz neuen Licht. Das Frühstück wird mit Blick auf die Weinberge serviert, von wo aus man einen freien Blick auf die Hänge der Mosel hat. Fruchtsäfte, Brot und hausgemachte Marmeladen stehen auf dem Tisch, während der Honig aus Bienenstöcken stammt, die in der Nähe des Weinguts aufgestellt sind. Wir nutzen diesen Moment, um ein letztes Mal den Weinberg zu bewundern, der sich vor uns ausbreitet, bevor wir diesen gemütlichen Rückzugsort verlassen.
11:30 Uhr
Spaziergang durch die Obstgärten von Laquenexy
Wir beenden diesen Ausflug in den Obstgärten von Laquenexy, einem grünen Ort, an dem wir durch etwa zwanzig Themengärten schlendern, die im Herzen eines Naturschutzobstgartens liegen.
Unsere drei Lieblingsgärten: der Rosengarten, in dem einige Sorten von Prominenten getauft wurden, der Garten mit essbaren Blumen und der Garten der First Nations aus Neuseeland und Kanada, in dem wir die Kulturen der Māori und der amerikanischen Ureinwohner entdecken können.
Der Besuch geht weiter in der Teestube, wo wir eine Pause einlegen, und anschließend im Souvenirladen, bevor wir uns wieder auf den Weg machen. Ein letzter bereichernder Programmpunkt zum Abschluss dieses dreitägigen Aufenthalts an der Mosel, der es uns ermöglicht hat, eine weitere Facette der Region und ihrer natürlichen Reichtümer zu entdecken.