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3 Tage mit dem Fahrrad im Grand Est: von der Champagne nach Langres

Sich Zeit zum Radfahren nehmen, die Landschaften bewundern, in einem Dorf eine Pause einlegen oder gemeinsam gut essen gehen … Genau das verspricht die Radroute „Vallée de la Marne à Vélo“. Um diese Route zu erkunden, hat das Team von „La Trace“ drei Tage lang die Strecke zwischen Épernay und Langres zurückgelegt. Entdecken Sie ihre Favoriten, ihre Geheimtipps und ihre Ratschläge, um sich von diesem schönen Radausflug im Herzen der Region Grand Est inspirieren zu lassen.

Lac du Der

Wenn man an die Region Grand Est denkt, kommen einem sofort die Weinberge der Champagne in den Sinn. Doch zwischen Épernay und Langres haben wir eine ganz andere Seite der Region entdeckt: kilometerlange Radwege am Wasser entlang, den überraschenden Lac du Der und einige unbekannte Geheimtipps. Rückblick auf drei Tage Radreise.

Tag 1: Von Épernay nach Châlons-en-Champagne

Nach einer 1,5-stündigen Zugfahrt von Paris aus erreichen wir Épernay, die Hauptstadt des Champagners. Noch bevor wir in die Pedale treten, sollten wir unbedingt einen Spaziergang entlang der Avenue de Champagne machen, die von den großen Champagnerhäusern gesäumt ist, die den Ruf der Stadt begründet haben.

Um etwas Höhe zu gewinnen, steigen wir anschließend zum Mont Bernon hinauf. Der Anstieg ist kurz, aber der Blick auf die Weinberge und das Marne-Tal ist die Anstrengung mehr als wert.

Der weitere Abschnitt der Etappe in Richtung Châlons-en-Champagne verläuft wesentlich ruhiger. Man gelangt auf die V52, die am Marne-Kanal entlangführt. Hier nimmt die Reise einen anderen Rhythmus an: keine Autos, ein paar Schleusen, Felder, so weit das Auge reicht, und nur Vogelgezwitscher. In Condé-sur-Marne halten wir vor einem beeindruckenden Wasserturm, der mitten in der Landschaft steht.

Am Abend hält Châlons-en-Champagne eine schöne Überraschung für uns bereit. Nach einem Abendessen in der Innenstadt rät uns eine Anwohnerin, einen Abstecher zum Haus Joseph Perrier zu machen. Ein paar Minuten später befinden wir uns mitten auf einer großen Jubiläumsfeier des Weinguts, ein Glas Champagner* in der Hand. Wie so oft auf Reisen sind die schönsten Momente diejenigen, die man nicht geplant hatte.

Canal de la Marne péniches
Gare d'Epernay
Epernay
Ecluse

Tag 2: Der Lac du Der – ein unerwarteter Zwischenstopp

Am nächsten Tag geht es nach Vitry-le-François, bevor wir Kurs auf den Lac du Der nehmen. Schon auf den ersten Kilometern ändert sich die Atmosphäre: kleine, menschenleere Straßen, riesige Felder und drückende Hitze. Dann taucht der See auf.

Der Lac du Der, der zur Regulierung der Hochwasserstände der Marne und der Seine angelegt wurde, gleicht heute einem kleinen Binnenmeer. Zwischen den Stränden, den Häfen, den Campingplätzen und den kilometerlangen Radwegen vergisst man völlig, dass man sich im Grand Est befindet.

Am Ufer entdeckt man sogar diese kleine Kapelle, die über den See wacht – es ist wunderschön.

Bei 35 °C wird das Baden schnell zum Höhepunkt des Tages. Man genießt auch die zahlreichen Aussichtspunkte auf das Schilf und die Vögel, die die Ufer bevölkern.

Der Tag endet sportlicher mit einer langen Etappe bis nach Joinville. Müdigkeit, Hitze und sogar ein doppelter Reifenschaden erschweren die Sache, doch die Ankunft in dieser kleinen, charmanten Stadt entschädigt reichlich für die Anstrengungen.

Vitry-le-François
Lac du Der
église Lac du Der
lac du Der vue aérienne

Tag 3: Von Joinville nach Langres – die sportliche Etappe

Da an diesem letzten Tag 90 Kilometer auf dem Programm stehen, ist ein früher Start erforderlich. Wir folgen dem Kanal von der Champagne nach Burgund, inmitten einer besonders friedlichen Landschaft.

Erster Höhepunkt: eine herrliche Schleife der Marne mit ihren Lastkähnen und ihrem türkisblauen Wasser.

Dann geht es weiter nach Chaumont, das eine schöne Überraschung für uns bereithält. Sein riesiges Viadukt thront über dem Tal, und die Altstadt ist auf jeden Fall einen Zwischenstopp wert.

Hinter Chaumont folgen die Schleusen dicht aufeinander bis nach Langres. Wir fahren abwechselnd an der Spitze, um schneller voranzukommen, wohl wissend, dass der Rückzugszug auf uns wartet.

Und dann kommt das Finale: der Anstieg nach Langres. Eine echte Steigung, die nach drei Tagen auf dem Fahrrad in den Beinen schmerzt. Doch sobald man oben angekommen ist, lässt der Blick auf die Stadtmauern und die umliegende Ebene die Anstrengungen schnell vergessen.

Château de Joinville
Langres

Unsere Tipps für eine Neugestaltung der Route

  • Reservieren Sie Ihre Fahrradplätze im Zug, bevor Sie losfahren.
  • Nehmen Sie sich Zeit, um den Lac du Der zu genießen.
  • Nehmen Sie alles mit, was Sie zur Reparatur eines Reifenschadens benötigen.
  • Unterschätzen Sie die 90-km-Etappen nicht oder teilen Sie sie in zwei Abschnitte auf.
  • Verbringen Sie nach Möglichkeit eine zusätzliche Nacht in Langres, um die Stadt zu besichtigen.

*Der Missbrauch von Alkohol ist gesundheitsschädlich, genießen Sie ihn in Maßen.

Kurz gesagt: Die „Vallée de la Marne à Vélo“ ist eine 246 km lange Radroute, die Dormans mit Langres verbindet. Dank ihres geringen Höhenunterschieds ist sie leicht befahrbar und lädt dazu ein, durch die Weinberge der Champagne, entlang der Ufer des Lac du Der sowie an von Wäldern und Wiesen gesäumten Kanälen zu radeln, bevor man die Festungsstadt Langres erreicht. Es ist der ideale Ausflug, um in eigenem Tempo die natürlichen, kulturellen und kulinarischen Schätze der Region Grand Est zu entdecken.

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